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Tibet, China und die Schweiz: Eine Geschichte der bilateralen Gratwanderungen

Banner auf dem Bundesplatz, beschlagnahmte Fahnen und ein empörter Präsident Jiang Zemin: Kaum ein Thema hat die Beziehungen zwischen Bern und Peking so nachhaltig geprägt wie Tibet und die tibetische Exilgemeinschaft. Weshalb wurden in den 1960er-Jahren tibetische Flüchtlinge in der Schweiz aufgenommen, und wie reagierte China darauf? Wieso geniessen Tibet und Tibeter:innen bis heute besondere Sympathie in der Schweizer Bevölkerung? Und weshalb verfolgt die Schweiz seit einigen Jahren beim Thema Tibet eine Politik auffälliger Zurückhaltung?

Im Zentrum des Vortrags stehen die Handlungsspielräume der tibetischen Exilgemeinschaft, das humanitäre Selbstbild der Schweiz, chinesische Souveränitätsansprüche und die Frage, wie weit chinesische Einflussversuche heute in die tibetische Diaspora und die Schweizer Öffentlichkeit hineinreichen.

Dr. Ariane Knüsel forscht seit über 20 Jahren zu China und zu den schweizerisch-chinesischen Beziehungen. In Ihrer Habilitation untersuchte sie u. a. die Rolle Tibets und tibetischer Flüchtlinge in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der VR China. Zusammen mit Ralph Weber verfasste sie das Buch „Die Schweiz und China: Von den Opiumkriegen bis zur Neuen Seidenstrasse“.

Termin(e)

  • Am 06. Nov.. 26 19:30
Fr. 20.‒

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